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Nationalrat lehnt Verlängerung des Beherbergungssatzes ab



Schweizer Hotelier-Verein (SHV)


17.06.2026, HotellerieSuisse nimmt die Ablehnung der Verlängerung des MWST-Beherbergungssatzes durch den Nationalrat mit Unverständnis zur Kenntnis. Nach der Zustimmung zur Motion Friedli sendet der Entscheid ein inkonsistentes Signal an die Branche. Nun ist der Ständerat gefordert, diese Inkonsistenz zu korrigieren und die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Beherbergung zu stärken.

Der Nationalrat hat heute den Vorschlag des Bundesrates abgelehnt, den MWST-Sondersatz für Beherbergungsleistungen um weitere acht Jahre bis Ende 2035 zu verlängern. Dieser Entscheid steht im Widerspruch zum bisherigen politischen Prozess: Mit der Annahme der Motion von Ständerätin Esther Friedli «MWST-Sondersatz. Planungssicherheit für den Tourismus» hatte das Parlament dem Anliegen nach mehr Planungssicherheit für den Tourismus bereits klar zugestimmt.

Mit dem Vorstoss wurde der Bundesrat beauftragt, eine gesetzliche Grundlage auszuarbeiten, damit der heute bis Ende 2027 befristete MWST-Sondersatz für Beherbergungsleistungen über 2027 hinaus weitergeführt werden kann. Der Bundesrat ist diesem Auftrag nachgekommen und hat dem Parlament einen entsprechenden Gesetzesvorschlag unterbreitet. Dieser sieht vor, den Sondersatz von 3,8 Prozent für Beherbergungsleistungen befristet um acht Jahre bis Ende 2035 zu verlängern.

Widersprüchliche Signale aus dem Parlament
Für HotellerieSuisse sendet der heutige Entscheid ein widersprüchliches Signal an die Beherbergungsbranche und den Tourismusstandort Schweiz. Einerseits wurde mit der Motion Friedli anerkannt, dass der Tourismus Planungssicherheit braucht. Andererseits wird nun die konkrete gesetzliche Grundlage abgelehnt, die genau diese Planungssicherheit schaffen soll.

«Der MWST-Beherbergungssatz ist ein wichtiges Instrument für eine standortgebundene Branche, die ihre Leistungen in der Schweiz erbringt, aber im internationalen Wettbewerb steht. Wir appellieren nun an den Ständerat, diese Inkonsistenz zu korrigieren und der Weiterführung des Beherbergungssatzes zuzustimmen», erklärt Christian Hürlimann, Direktor von HotellerieSuisse

Wettbewerbsfähigkeit sichern
Die Schweizer Beherbergungsbranche steht unter hohem Wettbewerbsdruck. Gäste buchen heute über digitale Plattformen, vergleichen Preise innert Sekunden und reagieren sensibel auf Preisunterschiede. Werden Preise zu stark erhöht, drohen unmittelbar weniger Buchungen, eine tiefere Auslastung und damit letztlich geringere Erträge. Dabei darf nicht vergessen gehen, dass die Schweiz nicht nur im Luxussegment operiert. Viele Betriebe sind 3-Sterne-Betriebe, Familienbetriebe oder KMU mit begrenzter Preissetzungsmacht. Steuererhöhungen können sie deshalb nicht ohne Weiteres auf die Gäste überwälzen.

Gleichzeitig konkurrieren sie direkt mit ausländischen Destinationen, die oftmals von tieferen Kostenstrukturen und ebenfalls reduzierten Mehrwertsteuersätzen profitieren.

Ständerat ist nun gefordert
Als Nächstes berät der Ständerat die Vorlage. HotellerieSuisse appelliert an die kleine Kammer die Bedeutung des reduzierten MWST-Satzes für die Beherbergungsbranche und den Tourismusstandort Schweiz anzuerkennen und für eine Weiterführung des MWST-Beherbergungssatzes zustimmen.


Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.



Über Schweizer Hotelier-Verein (SHV):

hotelleriesuisse ist der führende nationale Verband für Hotellerie und Beherbergung in der Schweiz. Alle wettbewerbswilligen und wettbewerbsfähigen Schweizer Hoteliers sind bei uns Mitglied und tragen unsere Sterne. Zusammen mit unseren Mitgliedern stehen wir für eine hohe, marktorientierte Effizienz und Qualität in der Schweizer Hotellerie.

Wir erachten es als unsere wichtigste Aufgabe, die Interessen unserer Mitglieder zu bündeln und diese durch effizientes Lobbying gegenüber Politik, Verwaltung und Wirtschaft zu vertreten. Dazu gehört auch die Positionierung in der Öffentlichkeit durch aktive Medienarbeit.

Die strategischen Leitsätze sind die Grundlage unseres Handelns im Allgemeinen und die Vorgabe für die Ausrichtung in unseren Haupttätigkeitsfeldern: Marketing & Klassifikation, Interessenvertretung, Sozialpartnerschaft & Sozialversicherung, Beruf & Bildung sowie Kommunikation.


Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.


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